Die Marke Panther

Ende des Jahres 1971 wurde die kleine englische Firma Panther etwas südwestlich von London von Robert Jankel gegründet. Es wurden in Handarbeit insgesamt 13 verschiedene Modelle gefertigt, von denen einige über das Prototypenstadium nicht hinauskamen. Im Jahre 1980 wurde die Firma Panther aufgrund finanzieller Probleme von einem koreanischen Konzern (Jindo-Group) übernommen. Ab 1983 wurde das Modell Kallista angeboten. Der spätere Eigentümer (Ssangyong Motor Company, Seoul, Korea, ein Tochterunternehmen von Deawoo) fertigte bis 1992 Panther Kallista. Im Herbst 1998 wurden die Rechte an der Marke Panther von Robert Jankel zurückgekauft, der ein neues Panther-Modell entwickeln wollte.
Um mehr über die Automobilmarke Panther und die Fahrzeuge zu erfahren schauen sie auch mal unter Literatur nach, es lohnt sich. Unter Marktwerte finden sie die aktuellen Preise der Fahrzeuge, natürlich sind dies nur Richtwerte.

Unser Club

Mündlich von Axel:

Bodo hat eine Anzeige geschaltet und daraufhin trafen
sich mehrere Pantherfahrer. Dort kam die Idee eines
Clubs auf und jemand meinte, man solle 50,- DM
sammeln und Bodo solle es in die Hand nehmen.
Somit wurde der Club gegründet!

 

Stefan Thomas per Mail:

Hallo,

wenn die "Urphase" des Clubs noch etwas
im Dunkeln ist, kann ich insofern etwas beitragen,
als ich in meinen alten Unterlagen einen Brief an
Bodo gefunden habe (Datum 26.04.*82*) in
dem ich ihm schreibe:

"Auf dem ersten Treffen ist es leider nur angeklungen,
jedoch ich glaube, daß die anderen Teilnehmer
durchaus interessiert waren eventuell einen Club
zu gründen. Dieses Vorhaben sollten wir nicht ganz
aus den Augen verlieren" (Ende Zitat).

Also war die Gründung zu dem Zeitpunkt noch
nicht erfolgt, aber relativ kurz danach.

Ich war damals mit einem der letzten gebauten
LIMA MK II dabei.

Wenn ich mich recht erinnere wurde der englische
THE PANTHER CAR CLUB auch erst 1980 gegründet.

Bin kein Panther-Owner mehr, aber wie ihr seht lässt es
einen doch nicht los.

Mit den besten Grüßen

Stefan Thomas

Geschichte des Pantherclubs











Robert Hehn per Email

P A N T H E R    C A R    C L U B    D E U T S C H L A N D

„Denn die Urphase des Clubs liegt doch nicht im Dunkeln.“

Auf der website unseres Clubs findet man unter der Überschrift 
>Der Club >die Geschichte einen Hinweis von Stefan Thomas, die Urphase des Clubs läge wohl im Dunkeln und Axel Kahle erinnert an den pragmatischen Gründungsakt.

Da ich, Robert Hehn, seit Anbeginn der Clubentstehung dabei war, also Urphasen-Urgestein bin, und noch alle Unterlagen im Original nebst mit Datum versehenen Fotos besitze, kann ich die Angelegenheit erhellen.

Aber der Reihe nach:

In der Zeitschrift „auto motor und Sport“  Ausgabe 20/1981 vom
7.10.1981
erschien ein Hinweis, dass Fans des Panther J 72 eine Interessengemeinschaft gründen wollten. Als Ansprechpartner wurde Bodo Möhrke mit Telefonnummer und Anschrift  benannt.
Daraufhin trafen sich ausweislich meines Terminkalenders von damals  am Sonntag, dem 25.04.1982

      1. um 12.00 Uhr auf dem Parkplatz des Hotels Novotel Dortmund – West fünf Panther Fahrer nebst Begleitungen und ihren Fahrzeugen:                                                                                   

Bodo Möhrke             gelber J 72  Nr. 208                   DO-J 20
Walter Barodte           weißer J72  Nr.  564                   TUT-TY 1
Stefan Thomas          maroon/silber  Lima II Nr. 5796   BN-T 20
Robert Hehn              grüner J 72   Nr.517                   K-AE6433
                später:      GL-VV 5                    heute:        K-PJ 72
Klaus-Peter Reichle    roter    J 72 (3,8 l) Nr.10             (rote Nr.)
 

Bei diesem kleinen Treffen (siehe auch Foto in Bodos Buch Seite 214) wurde allgemeines Interesse an einer Clubgründung bekundet. (Somit macht auch das eingangs erwähnte Schreiben von Stefan Thomas auf der website,  datiert auf den Tag nach diesem Treffen,  Sinn.)
Es folgte daraufhin von Bodo Möhrke ein Rundschreiben nebst Anlage datiert auf den 1.5.1982,  das zwar im Kopf die „Pantherschwinge „  aufweist, aber noch nicht von einem „Club“ spricht. Den oben Genannten spricht er dort Dank für das Kommen nach Dortmund aus. (W. Barodte  zwar noch mit „th“)  Bodo weist darauf hin, dass in England bereits ein Panther Club existiere.
Die beigeheftete Anlage enthält eine Liste aller bis dahin Bodo bekannt gewordener Panther – Eigner/Fahrer.
Dieses erste Rundschreiben stellt nach hiesigem Vermerk sozusagen den „Newsletter 1“ dar.

 

Am 12.Juni 1983

 
fand in der Kommende Ramersdorf bei Bonn das nächste Treffen statt. Und genau an diesem Datum und an diesem Ort wurde beschlossen, den

 

P A N T H E R   C A R   C L U B   D E U T S C H L A N D

 

zu gründen. Wir saßen bei bestem Wetter in gemütlicher Runde im Kommende-Garten. Wie Axel Kahle auf der Club – website, unter „Geschichte des Clubs“  richtigerweise beschreibt, kam irgendwer auf die Idee, dass jeder Interessent DM 50.- in eine Kasse zahlen,  und Bodo die Sache in die Hand nehmen solle. Und fertig war die Clubgründung.

An einer Vereinsgründung mit Vorstand, Schatzmeister etc. hatte keiner Interesse; so soll es meiner Meinung nach auch bleiben. 

Meine Fotos von diesem Treffen zeigen zum ersten Mal den weißen Panther J 72 von Abdallah Franghi VEC-EE 1, der dann auf dem hiernach versendeten Rundbrief, der quasi den „Newsletter 2“ darstellt, aufgelistet ist. Dieses offizielle

„Verzeichnis der Gründungsmitglieder“

weist zum ersten Mal neben der  „Pantherschwinge“  im Logo den Namen „Panther Car Club Deutschland“ auf.

Im Umkehrschluß: wie sollte vor diesem Datum ein Club gegründet worden sein, wenn ein Mitglied der Gründungsliste vorher nicht auf dem ersten Treffen in Dortmund gewesen ist?
Ebenso verhält es sich mit Ludwig Frick, der auf der Gründungsliste steht, aber den roten J 72 (Nr.10) von K.-P.Reichle übernommen hat, der in Dortmund dabei, aber bei der Clubgründung auf der Kommende Ramersdorf / Bonn  bereits nicht mehr anwesend war.
 
Auf dieser „Liste der Gründungsmitglieder“ sind nicht nur die Teilnehmer des ersten Treffs in Dortmund , auf dem lediglich Interesse an einer Clubgründung bekanntlich bekundet wurde, verzeichnet, sondern alle, die an der Gründung in Ramersdorf / Bonn teilnahmen

Bodo Möhrke
Walter Barodte
Robert Hehn
Stefan Thomas
          nicht mehr Klaus – Peter Reichle, dafür aber
Ludwig Frick
Abdallah Frangi (richtig: Franghi)
Anima Hehn
Axel Kahle

 
Dies sind also die Clubgründer vom 12.Juni 1983 von Ramersdorf bei Bonn.
Der ursprünglich gefasste Gedanke, nur J 72 Fahrzeuge / Fahrer aufzunehmen, wurde aber nicht mehr weiter verfolgt.

Die großformatigen „Newsletter“ beginnen mit der Nr. 3 und sind bis heute bis zur Nr. 16 von Bodo dankenswerterweise fortgeführt worden. (Wann folgt für 2008 die NR.17 ?)

Der Text in „Newsletter Nr. 13“ aus 1996 auf Seite 12 mit Verweis auf die Notiz in der „Oldtimer Markt“ 8/96 ist vielleicht etwas irreführend, diese bezieht sich auf das 25-jährige Jubiläum der Firma Panther.

Ich hoffe somit nun endlich leidige Diskussionen um den Beginn des Clubs beendet zu haben. Originalunterlagen nebst Fotos können bei mir gerne erfragt werden.
Rechtzeitig zum richtigen Datum des 25-jährigen Club-Bestehens am 12.Juni 2008, verbleibe ich

mit Ur – Panther - Gruß

Robert Hehn
Simonswiese 18
51427 Bergisch Gladbach

P.: 02204-962299, B.: 0221-951546-0

p.s. habe im Übrigen mit meinem grünen Panther J 72, K-PJ 72 gerade die 172000  (einhundertzweiundsiebzigtausend) km-Marke erfahren.  Wer bietet mehr?